Männer

Anliegen des Kompetenzzentrums Frauen und Gesundheit NRW in diesem Aufgabenbereich ist die Nutzbarmachung von Erkenntnissen und Erfahrungen aus Theorie und Praxis für eine wirksame und nachhaltige Verbesserung der Gesundheitsversorgung gewaltbelasteter Männer in NRW.

Durch eine Bestandsaufnahme zu Versorgungssituation und -bedarfen von Männern im Kontext von Gewalt in NRW sollen bereits bestehende Strukturen unterstützt werden. Dies erfolgt auch durch die Vernetzung relevanter Akteur_innen und die Entwicklung zielgruppenspezifischer, praxisnaher Handlungsempfehlungen.

Die Gesundheitsrelevanz männlicher Gewalterfahrung wurde bisher wenig beachtet. In Fachdiskussionen kristallisieren sich Fragen nach Zusammenhängen zwischen Männlichkeitskonstruktionen, Gewalt und Gesundheitsverhalten heraus. Aktuelle Forschungsergebnisse aus NRW belegen die Relevanz des Themas (s. unten: Fachgespräch 10.07.19). Die Entwicklung von traumainformierten Versorgungsangeboten für Männer orientiert sich bisher stark an den frauenspezifischen Beratungs- und Schutzangeboten. Eine männergerechte gesundheitliche Versorgung bleibt hier noch zu entwickeln.

Zur Auslotung erster Handlungsschritte führte das KFG am 10.07.2019 das Fachgespräch „Gewalt. Gesundheit. Männlichkeiten. Anforderungen an die medizinische und psychosoziale Versorgung“ durch. Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie die Präsentationen der Referent_innen finden sich hier.

Eine kompakte Darstellung des aktuellen Standes zum Themenkomplex Männer, Gewalt und Gesundheit(sversorgung) bietet der Artikel Der Zusammenhang von Gewalt und Gesundheit im Leben von Männern (KFG 2019)