Netzwerk

Die Netzwerkarbeit ist eine zentrale Aufgabe des Kompetenzzentrums Frauen und Gesundheit NRW. Das Kompetenzzentrum fördert die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich Frauengesundheit durch den Aufbau eigener themenspezifischer Netzwerke. Das Kompetenzzentrum übernimmt dabei die Koordination von Veranstaltungen wie themenspezifische Netzwerktreffen und Fachtage und steht externen Gremien beratend und begleitend bei Fragen und Projekten zur Verfügung. Anliegen ist es, den Transfer von Praxiswissen und wissenschaftlichen Ergebnissen zu fördern und die gesundheitliche Versorgung landesweit, regional und kommunal aktiv zu verbessern. Auf Netzwerktreffen und Fachtagen werden u.a. Good Practice Projekte vorgestellt und Handlungsbedarfe ermittelt. Die Ergebnisse fließen in Faktenblätter und Veröffentlichungen des Kompetenzzentrums ein. Die Schwerpunkte der vom Kompetenzzentrum Frauen und Gesundheit NRW etablierten Netzwerke liegen bisher in den Bereichen Frauengesundheit und Gewalt“ und „Psychische Versorgung von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte“.


Netzwerk Frauengesundheit und Gewalt in NRW

Am 26. Februar 2014 fand innerhalb des Kompetenzzentrums Frauen und Gesundheit NRW das Gründungstreffen des Netzwerks „Frauengesundheit und Gewalt in NRW“ in Bochum statt.

 

Dieses erste Arbeitstreffen diente dazu, die Weichen für die künftige Arbeit des Netzwerks zu stellen.

 

Unter dem Motto „Ambitiös und machbar“ wurden folgende Ziele formuliert:

 

  • Kompetenzen bündeln! Prinzip „Wir statt ich“ um Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.
  • Informationsaustausch über Aktivitäten und gute Praxis der Teilnehmenden in der Versorgung von Frauen mit Gewaltbelastung
  • Kompetenzgewinn durch regelmäßige Inputs aus dem Arbeitsfeld medizinischer und psychosozialer und therapeutischer Versorgung.
  • Besondere Bedarfe erkennen und in der Arbeit verankern: Mädchen Frauen mit Migrationshintergrund, Frauen mit Behinderung, lesbische, bisexuelle und transgeschlechtliche Frauen.
  • Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit
    • zur Sensibilisierung der Akteure und Akteurinnen in der gesundheitlichen und psychosozialen Versorgung
    • zur Information und Unterstützung politischer Entscheidungsträger
    • zur Präsentation der Netzwerkaktivitäten in der Öffentlichkeit
  • Entwicklung von Interventions- und Versorgungsstandards
  • Schnittstellenmanagement und Entwicklung von Kooperationsbeziehungen innerhalb des Netzwerks. mit dem Ziel. einer besseren Versorgung von Frauen mit gewaltbedingten Gesundheitsbelastungen

 

2015 wurde unter dem Themenschwerpunkt Depression und Gewalt das Faktenblatt Depression und (Häusliche) Gewalt mit Beteiligung aktiver Netzwerkpartnerinnen und koordiniert vom KFG erstellt. Des Weiteren fand im Oktober 2016 zum Europäischen Tag der Depression (1. Oktober) die erste konzertierte Aktion des Netzwerks statt:

 

Gemeinsam aktiv gegen Depression und Gewalt (vgl. gemeinsame Presseinformation mit MGEPA). Im Herbst 2016 und Frühjahr 2017 hat sich das Netzwerk den neuen Schwerpunkt Migration und Gewalt, unter besonderer Berücksichtigung von Frauen in Gewaltsituationen, gesetzt. Das Nächste Treffen wird im Mai 2017 stattfinden (Termin bald hier).

 

Nähere Informationen: janz@frauenundgesundheit-nrw.de


Netzwerk Frauengesundheit NRW im Kontext von Zuwanderungsgeschichte

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bedürfen im Bereich der gesundheitlichen Versorgung einer erhöhten Aufmerksamkeit, da ihnen häufig die Zugangswege zur medizinischen Versorgung nicht bekannt sind und ihnen oftmals – aufgrund von Sprachbarrieren – Informationen über das Gesundheitssystem und die gesundheitlichen Leistungen in Deutschland fehlen. Auch hat die Kultur einen Einfluss auf die Wahrnehmung von Gesundheit und Krankheit und damit darauf, ob ein Arzt oder eine Ärztin überhaupt aufgesucht wird. Frauen und Männer mit Migrationshintergrund sind zudem häufiger als einheimische Personen spezifischen Belastungen ausgesetzt, die Einfluss auf ihre Gesundheit haben können, wie Verständnis- und Sprachschwierigkeiten, Diskriminierungen, andere kulturelle Überzeugungen und häufig auch ein Leben in einer prekären sozialen Lage.

 

Aufgrund der Relevanz der gesundheitlichen Versorgung von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte hat das Kompetenzzentrum Frauen und Gesundheit NRW das Netzwerk „Frauengesundheit NRW im Kontext von Zuwanderungsgeschichte gegründet. Hierbei wird sich momentan schwerpunktmäßig auf die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingsfrauen konzentriert.

 

Dabei übernimmt das Netzwerk folgende Aufgaben:

 

  • Etablierung des Netzwerks, Vernetzungsförderung
  • Organisation und Durchführung der Netzwerktreffen
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Institutionen
  • Moderation, Ausarbeitung von Zielen, Arbeitsweise und Inhalten des Netzwerks
  • Sammlung von Bedarfe der verschiedenen teilnehmenden Institutionen und Weiterleitung an die Politik?
  • Verbesserung des Theorie-Praxis-Transfers
  • Wissensvermittlung und dem Wissenstransfer zur Thematik Frauengesundheit im Kontext von Zuwanderungsgeschichte, z.B. durch Vorträge und ihrer anschließenden Diskussion

 

Das nächste Treffen des Netzwerks findet am 21.03.2017 statt. Zum Programm hier.

 

Nähere Informationen: ernst@frauenundgesundheit-nrw.de

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