Netzwerke & Kooperationen

Netzwerke

Die Netzwerkarbeit ist eine zentrale Aufgabe des Kompetenzzentrums Frauen und Gesundheit NRW. Das Kompetenzzentrum fördert die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich Frauengesundheit durch den Aufbau eigener themenspezifischer Netzwerke. Das Kompetenzzentrum übernimmt dabei die
Koordination von Veranstaltungen wie themenspezifische
Netzwerktreffen und Fachtage und steht externen Gremien beratend und begleitend bei Fragen und Projekten zur Verfügung. Anliegen ist es, den Transfer von Praxiswissen und wissenschaftlichen Ergebnissen zu fördern und die gesundheitliche Versorgung landesweit, regional und kommunal aktiv zu verbessern. Auf Netzwerktreffen und Fachtagen werden u.a. Good Practice Projekte vorgestellt und Handlungsbedarfe ermittelt. Die Ergebnisse fließen in Faktenblätter und Veröffentlichungen des Kompetenzzentrums ein. Die Schwerpunkte der vom Kompetenzzentrum Frauen und Gesundheit NRW etablierten Netzwerke liegen bisher in den Bereichen „Frauengesundheit und Gewalt“ und „Gesundheit von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte“.

Netzwerk Frauengesundheit und Gewalt in NRW
Das Netzwerk widmet sich der gesundheitlichen Relevanz von Gewalterfahrungen im Leben von Frauen. Ziel ist die Bündelung von Kompetenzen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung gewaltbetroffener Frauen und Mädchen. Vertreter_innen von Institutionen aus dem Frauenunterstützungs- sowie dem Gesundheitsbereich treffen sich 2x jährlich koordiniert vom KFG zu professionell moderierten Netzwerktreffen und bearbeiten gemeinsam gesetzte Schwerpunktthemen.
Bisherige Schwerpunktthemen waren Depression, die Versorgung gewaltbetroffener Frauen in Fluchtsituationen und die Erarbeitung von Empfehlungen zur Umsetzung der Istanbulkonvention in NRW.
2019 liegt der Schwerpunkt auf Gewalterfahrungen junger Frauen (Gewalt in jungen Beziehungen, sexualisierte Gewalt) und alter Frauen (Gewalt im Lebenslauf, Gewalt in der Pflege).

Das Motto: Ein Netzwerk der Taten: ambitiös und machbar!

Termin des nächsten Netzwerktreffens: 14.November 2019

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an janz@frauenundgesundheit-nrw.de.

Empfehlungen des Netzwerks Frauengesundheit & Gewalt in NRW zur Umsetzung der Istanbul Konvention im Themenfeld Gewalt und Frauengesundheit in NRW (Stand 9/2019)

Netzwerk Frauengesundheit NRW im Kontext von Zuwanderungsgeschichte
Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bedürfen im Bereich der gesundheitlichen Versorgung einer erhöhten Aufmerksamkeit, da ihnen häufig die Zugangswege zur medizinischen Versorgung nicht bekannt sind und ihnen oftmals – aufgrund von Sprachbarrieren – Informationen über das Gesundheitssystem und die gesundheitlichen Leistungen in Deutschland fehlen. Auch hat die Kultur einen Einfluss auf die Wahrnehmung von Gesundheit und Krankheit und damit darauf, ob ein Arzt oder eine Ärztin überhaupt aufgesucht wird. Frauen und Männer mit Migrationshintergrund sind zudem häufiger als einheimische Personen spezifischen Belastungen ausgesetzt, die Einfluss auf ihre Gesundheit haben können, wie Verständnis- und Sprachschwierigkeiten, Diskriminierungen, andere kulturelle Überzeugungen und häufig auch ein Leben in einer prekären sozialen Lage. Aufgrund der Relevanz der gesundheitlichen Versorgung von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte hat das Kompetenzzentrum Frauen und Gesundheit NRW das Netzwerk „Frauengesundheit NRW im Kontext von Zuwanderungsgeschichte“ gegründet. Hierbei wurde sich schwerpunktmäßig auf die gesundheitliche Versorgung von Frauen mit Fluchthintergrund konzentriert.

Kooperationen

Mit dem Ziel den Praxis-Theorie-Dialog zu fördern, steht das KFG außerdem in regem Austausch mit einer Vielzahl an weiteren Akteur_innen des Landes NRW.